Blog 02. Apr. 2023

Die Franchise Gebühren für Franchisenehmer

Welche Franchise Gebühren müssen Franchisenehmer zahlen?

Welche Franchise Gebühren gibt es eigentlich und was muss der Franchisenehmer zahlen? Generell sind die Gebühren die Gegenleistung dafür, dass ein Franchisenehmer Leistungen vom Franchisegeber erhält. Die Einstiegsgebühr wird am Anfang der Partnerschaft einmalig bezahlt. Dazu kommen dann laufende Franchise Gebühren und es können Werbegebühren oder weitere umsatzabhängige Gebühren hinzukommen. Auch Pauschalen für Schulungen oder Software sind denkbar.

Wie hoch die Kosten genau sind, wird im Franchise Vertrag geregelt. Dies hängt vom jeweiligen Franchisesystem und den Leistungen des Franchisegebers ab. Daher gibt es keine gemeingültige Summe, die sich an dieser Stelle nennen lässt. Zudem lassen sich die Gebühren kaum vergleichen. Ob ein Franchisegeber höhere oder niedrigere Gebühren verlangt, sagt nichts über die Qualität und Seriosität des Systems aus. Wichtig ist es auf jeden Fall, dass der Franchisegeber die im Vertrag vereinbarten Gebühren genau prüft.

Die Einstiegsgebühren

Die Einstiegsgebühren können sogar innerhalb einer Branche ganz unterschiedlich ausfallen, werden aber nicht von jedem Franchisegeber erhoben. Wenn ein Franchisegeber keine Einstiegsgebühr verlangt, sind oftmals die laufenden monatlichen Gebühren höher. Generell deckt die Einstiegsgebühr die Vorleistungen des Franchisegebers ab. Er lässt sich damit also beispielsweise die Entwicklung des Betriebs und die Dokumentation des Know-hows bezahlen.

Sobald der Franchisepartner die Einstiegsgebühr bezahlt hat, darf er das Unternehmens- und Marketingkonzept vor Ort umsetzen. Auch Schulungen und eine Gebühr für die Integration in das Franchisesystem sind damit abgegolten. Es ist nicht unüblich, dass die Eintrittsgebühr je nach Branche durchaus 10.000 Euro betragen kann.

Die laufende Franchisegebühr

Dies ist die eigentliche Franchisegebühr, die der Franchisenehmer monatlich zahlt, um das Unternehmenskonzept nutzen zu dürfen. Auch Schulungen und Weiterbildungen sowie der Markenschutz sind über die Gebühr abgegolten. Stellt der Franchisegeber Werbemittel zur Verfügung, werden diese ebenfalls über die Lizenzgebühr bezahlt. Die laufende Franchisegebühr bemisst sich am Umsatz und liegt meist zwischen einem und 15 Prozent des Nettoumsatzes.

Warum müssen Franchise Gebühren bezahlt werden?

Das Konzept des Franchise ist ein partnerschaftliches Vertriebssystem. Ein selbstständiger Unternehmer kann gegen die Zahlung einer Gebühr ein bereits etabliertes Geschäftsmodell für sich nutzen. Oft entsteht auf der Basis eines Franchise Vertrags ein kooperatives System, dass beiden Seiten einige Vorteile bringt. Im Vertrag steht auch die vereinbarte Dauer der Kooperation. In dieser Zeit zahlen die Franchisenehmer regelmäßig Gebühren.

Die Gebühren müssen auch gezahlt werden, damit der Franchisenehmer den Namen, das Design und die Geschäftsidee verwenden darf. Nun können sie unter dem Namen des Franchisegebers Materialien kaufen oder Dienstleistungen anbieten.

Der Franchisegeber lässt sich zudem dafür bezahlen, dass er sein Geschäftsmodell erfolgreich aufgebaut, getestet und zum Franchisesystem weiterentwickelt hat. Der Franchisegeber setzt daher von Beginn auf ein erprobtes Geschäftsmodell. Teilweise gibt der Franchisenehmer neben den Lizenzgebühren auch einen Teil seiner Umsätze an den Franchisegeber ab. So möchte dieser seine bisher entstandenen Kosten amortisieren. Je größer das Netzwerk wird, umso besser sind die Aussichten auf eine große Summe im Monat.

Je nach Franchisesystem und Vorarbeit kommt beim Franchisegeber einiges an Kosten hinzu, darunter Schulungen und die Kosten für einen Franchise Berater. Die laufenden Kosten für die Weiterentwicklung des Franchisesystems sind teilweise ebenfalls nicht unerheblich. Auch wenn der Franchisegeber zu Beginn des Franchise sein System über einen Pilotbetrieb getestet hat, können die Gebühren höher ausfallen. Gleiches gilt für die Dokumentation des Know-hows. Diese Ausgaben will der Franchisegeber natürlich wieder hereinholen.

Weitere Kosten für Franchisenehmer

Die Franchisegebühren sind aber nicht die einzigen Kosten, die auf den Franchisenehmer zukommen. So muss er den neuen Standort einrichten und für seine Räumlichkeiten Miete zahlen. Je nach Branche und Stadt fallen die Kosten hierfür sehr unterschiedlich aus. In einer Branche reicht ein kleines Büro mit PC, in anderen werden spezielle Geräte gebraucht. Kosten für eigene externe Berater wie Steuerberater und für die IT kommen noch hinzu.

Franchisenehmer sollten sich ihr Budget vorab gut ausrechnen. Zu den Kosten, die auf sie zukommen, hilft unter Umständen auch die vorvertragliche Aufklärung, in deren Rahmen Franchisenehmer auch mehr über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der Branche erfährt.

Wie es auch viele andere Selbstständige kennen, ist die erste Zeit oft nicht leicht. Das erste Jahr ist oft noch nicht profitabel. Auch wenn eine gute Beratung dabei hilft, Anfängerfehler zu vermeiden, kann es doch ab und an zu Verlusten in der Anfangszeit kommen. Daher sind ein paar Rücklagen nicht falsch. Bei einigen Systemen und Branchen können die Kosten im ersten Jahr bei über 200.000 Euro liegen, oft aber deutlich darunter.

Hilfe bei der Festlegung der Gebühren durch Artemis Franchise

Wie hoch die Franchise Gebühren ausfallen, ist also sehr individuell. Das Team von Artemis Franchise berät Sie daher umfassen, welche Gebühren Sie erheben sollten und in welcher Höhe. Dies ist im Einzelfall sehr unterschiedlich. Oftmals sparen Franchisegeber auch Marketing- und Investitionskosten.

Die Herangehensweise von Artemis Franchise ist auf einen Return on Investment (ROI) von sechs Monaten ausgelegt. Dies bedeutet, dass sich für Franchisegeber schon nach nur einem halben Jahr das Franchisesystem rentiert. Zudem amortisieren sich die Kosten, die Franchisegeber im Vorfeld hatten, oftmals schon nach kurzer Zeit.

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