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Wie schnell sollte ein Franchise wachsen?

Die Stimmung in der deutschen Franchisebranche hat sich zuletzt wieder deutlich verbessert und die Coronapandemie scheint endgültig überwunden. Auch internationale Krisen trüben die Stimmung nicht. Der Franchise Klima Index (FKI) stieg im ersten Halbjahr 2023 um sieben Prozent auf 133 Prozent. Ein Jahr zuvor betrug der Wert noch 131 Prozent, fiel dann aber bis zum Jahresende auf nur noch 126 Prozent. Die Stimmungslage ist also deutlich besser als noch vor einem Jahr. Womöglich ist dies eine gute Zeit für Wachstum. Doch was gilt es beim stabilen und dauerhaften Wachstum eines Franchisesystems zu beachten?


Schnelles Wachstum erhofft

Gerade am Anfang des Franchise ist oft ein schnelles Wachstum gewünscht, damit sich das Franchisesystem etabliert und die Ausgaben in möglichst kurzer Zeit ausgeglichen werden. Dabei sollten Franchisegeber allerdings keine überstürzten Entscheidungen treffen, dennoch sollte eine gewisse Schnelligkeit beim Wachstum angestrebt werden.


Ein Franchiseberater hilft Franchisegebern dabei, typische Anfängerfehler zu vermeiden. Doch wie bei vielen Projekten läuft in der Startphase nicht immer alles reibungslos. Franchisegeber müssen sich daher darauf einstellen, dass nicht immer alles auf Anhieb gelingt und es auch Rückschläge geben kann. Zudem kann zu viel Perfektion die weitere Entwicklung und das Wachstum bremsen.


Der perfekte Franchisepartner?

Zudem kann es durchaus vorkommen, dass zu Beginn noch nicht ausschließlich die perfekten Franchisepartner an Bord sind. Oftmals ist es wichtiger, zunächst erst einmal überhaupt Partner zu gewinnen und beide Seiten müssen sich aufeinander einspielen.


Trotz intensiver Bemühungen kann es gerade am Anfang zu einer falschen Wahl kommen. Dies hängt auch damit zusammen, dass das Franchise noch komplett neu ist und noch nicht immer im Detail klar ist, welche Fähigkeiten die Franchisenehmer mitbringen sollten. Oft gewinnen Franchisegeber zunächst Menschen, die begeisterungsfähig und engagiert sind. Sie bringen vielleicht sogar einen gewissen Pionier- und Abenteuergeist mit und sind bereit, etwas Neues von Beginn an mit aufzubauen.


Später können sich die Anforderungen an die Franchisenehmer verändern, doch in der Startphase sind die Pioniere sind gefragt, um zunächst einmal das Franchise aufzubauen, zu wachsen und erste Erfolge zu erzielen. Dabei kann durchaus der Fall eintreten, dass sich Franchisegeber zu einem späteren Zeitpunkt von den ersten Franchisenehmern trennen müssen, da diese nicht mehr zum Franchiseunternehmen passen. Tritt ein solcher Fall ein, sollte die Trennung möglichst rasch erfolgen, um weiterer negative Folgen zu vermeiden.


Mehr Partner geben Sicherheit

Wächst das Franchisesystem schnell und es kommen immer mehr Partner hinzu, so sinkt im Laufe der Zeit die Gefahr, dass ein unpassender Partner das ganze System ins Wanken bringt. Die Trennung von einem Franchisepartner ist somit ebenfalls leichter zu verkraften. Aus diesem Grund ist rasches Wachstum notwendig. Dazu kommt, dass der Grundgedanke des Franchise eng mit Wachstum verbunden ist. Franchisegeber sehen ihr Franchise oft als einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Expansion.


Franchisegeber sind von ihrem Geschäftsmodell überzeugt, möchten dieses an anderen Standorten anbieten und anderen Unternehmern die Chance geben, daran zu profitieren. Ein zu langsames Wachstum birgt die Gefahr der Instabilität. Kommen beispielsweise in den ersten Jahren nur wenige Partner neu dazu und stehen nach drei oder fünf Jahren die ersten Gespräche zur Vertragsverlängerung an, so kann hier ein gefährliches Ungleichgewicht entstehen.


Möchten einige bisherige Franchisepartner ihre Verträge nicht verlängern, entsteht eine Lücke. Diese ist mit nur wenigen Franchisepartnern nur schwer aufzufangen. Daher bedeutet eine gewisse Schnelligkeit beim Wachstum und der Gewinnung neuer Partner zugleich Stabilität und Kontinuität.


Irgendwann arbeiten Franchisegeber dann mit einigen Partnern schon über Jahre zusammen und bauen nach und nach eine verlässliche Partnerschaft auf. Diese Franchisepartner bieten oftmals eine sehr stabile Säule des erfolgreichen Franchisesystems und sind auch in Krisenzeiten eine Stütze.


Stabilität und Wachstum durch Kennzahlen

Darüber hinaus geben Kennzahlen Aufschluss darüber, wie sich das Franchisesystem entwickelt und wann die nächste Wachstumsphase angestrebt werden kann. Hier helfen insbesondere festgelegte Frühindikatoren weiter. Anhand dieser Zahlen und Informationen sehen Franchisegeber oft gut, welche Optimierungen im Franchisesystem notwendig sind. Regelmäßige Überprüfungen des Status quo sind also notwendig, um die nächste Wachstumsphase vorzubereiten und den passenden Zeitpunkt für Neuerungen und Wachstum zu finden.


Jede Wachstumsphase sollte gut vorbereitet sein, vor allem, wenn es um die Expansion ins Ausland oder Multi-Unit-Partnerschaften geht. Dabei sollten die Strukturen im Franchiseunternehmen ebenfalls mitwachsen. Der erste Schritt für ein solides Wachstum ist ein gut durchdachtes Franchisekonzept sowie die Standardisierung aller Abläufe. Ebenso wichtig sind ein gutes Franchisehandbuch, passende Software und die rechtliche Absicherung. Steht das Franchiseunternehmen auf soliden Füßen, kann es erfolgreich weiterwachsen. Sorgfältige Arbeit am Anfang zahlt sich langfristig aus.


Wie schnell kann das Franchise wachsen?

Wie schnell das Franchise wachsen und wie viele neue Partner aufgenommen werden können, ist sehr unterschiedlich. Klar ist, dass sich kein Franchisenehmer nur auf eine Handvoll Partner verlassen sollte, denn immer wieder verlässt einer davon das Unternehmen. Dies kann dann zu finanziellen Schwierigkeiten für das Franchisesystem führen. Zudem bedeuten viele Partner natürlich auch mehr Einnahmen. Die ist gerade in Krisenzeiten ein Vorteil, da dieses Kapital investiert werden kann.


Oftmals ist es in der Praxis so, dass Franchisegeber gemeinsam mit den ersten Partnern wertvolle Erfahrungen sammeln, nicht nur bei deren Einarbeitung. Dieses Wissen lässt sich dann auf die nächsten Partner übertragen und kann den Prozess der Partnergewinnung, Schulungen und Einarbeitungen beschleunigen.


Wie viele neue Partner in einem Jahr sinnvoll sind, hängt unter anderem vom Aufwand für Onboarding und Beratung ab. Franchisegeber sollten sicherstellen, dass sie sich um jeden neuen Partner intensiv kümmern können. Daher sind viele Partner nicht direkt ein Zeichen für Erfolg, denn Qualität geht vor Quantität. Dies zeigt, dass Franchisegeber gut prüfen sollten, mit wie vielen Partnern sie starten möchten und wie viele später jährlich hinzukommen sollten. Diese Entscheidung hängt auch mit der Anzahl der geplanten Standorte und welche Regionen erschlossen werden sollen, zusammen.


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